Allgemeines

Flieg, Vöglein, Fliiieg!

Claude 21. Juni 2008

«Dear Passengers, we’re sorry that we must tell you that we have to restart our “video on demand system” again because only approximately 30 displays are actually running correctly. We’d like to apologize the inconvenience. We want to offer you…» — Hach… zum x-ten mal schon Weltuntergang für den Informatiker. Das “video on demand system” scheint bei Air Canada heute einen Generalstreik eingelegt zu haben. Nachdem es einen offiziellen Informatiker- und Sitznachbarin-Streik vollzogen hat. 3- (oder 4?)-mal wurde bei mir und der “Calgaryanerin” neben mir der Film unterbrochen (bei mir gerade «the bucket list», auf Englisch versteht sich, als erste Herausforderung…), dann schauten sich 2 genervte Gesichter an, und man begann, sich erneut durch das Neugestartete «video on demand system» durchzuwühlen und den Film fortzusetzen. Achja, natürlich währenddem alle anderen Nicht-Informatiker ond nicht-Calgaryanerinnen gechillt ihren Film guckten, der (noch — hrhr :)) nicht abstürzte. Gerechterweise hatten aber wie erwähnt auch diese während des Generalstreiks nicht viel zu lachen ;). Da aber genau ausgerechnet dann mein Display funktionierte und die Fensterplatz-Kanadierin ihren wohl sehr spannenden Film unbedingt fertig schauen wollte, liess sich ein Platzwechsel zu beiden Gunsten arrangieren und ich hatte die Gelegenheit, ein paar Wolkenmeer-Fotos zu schiessen:

Ansonsten war es doch recht gemütlich… auch ich konnte mein Ticket noch rechtzeitig richtig lesen und mich vom falschen Platz wieder verdrücken, bevor sich die richtigen Besitzer des Platzes durch die Checkin-, Sicherheits-, Trade- und Flugzeuggang-Reisen gekämpft hatten… Der Start verlief auch ohne Absturz, obwohl diese «#*!/#%@?*» Flugzeuge schreckeinjagende Kurven schon ein paar Meterchen über Zürich drehen… Und dann begannen auch schon die ersten Displays die demanded videos abzuspielen (hab ich die schon erwähnt?!), und ein Nachbar auf auf den Mittelsitzen begann seinen wohl wohlverdienten Schlaf zu geniessen und gäuferte zufrieden sein T-Shirt voll. Richtig gemütlich eben, dieser Flug!
Vorallem wenn man bedenkt, dass ich vor mir einen USB- und einen Stromanschluss und einen ab und zu funktionierenden Touchscreen hatte, liesse sich ja eigentlich nichts mehr verderben. Ausser man ist Informatiker und packt sein Laptop-Stromkabel genialerweise lieber ins grosse Gepäckstück, damit man ja nicht zu lange die andern mit seinem getippe stört. Nämlich genau nur 1:35 (ja, bei mir laufen EINIGE Programme, und das frisst Energie… :)), und diese 1:35 sind nun um. Hach, zum Glück haben wir auch schon den Zielkontinent unter den Flügeln. Das kommt gut. Noch 1h 30, dann ist es soweit: Ich kann mein Notebook an der nächsten auffindbaren Flughafen-Steckdose anstöpseln!!! ;)

What..the….Life?!

Claude 21. Juni 2008

Manchmal, ja manchmal spielt das Leben doch verrückt.

Ich denke, das tut es im Moment. Da sitze ich doch tatsächlich nun im Flugzeug nach Toronto und bekomme die Gelegenheit, ein Kanada-Reise-Sprachaufenthalt-Geniess-Erlebnis-Foto-Blog zu schreiben. Ich bekomme tatsächlich die Gelegenheit, schon jetzt die andere Seite der Erde zu sehen. Oder: sie überhaupt zu sehen?

Kanada ist ein kleiner Kindertraum, und ich habe ihn schon früher liebend gern geträumt. Da ist doch diese Wildnis, diese ungeheuer schöne Landschaft, die Weite, die unberührten Schneebergen, die einsamen, aber wunderschönen Orte um dann einmal das Ende des Lebens da zu fristen und geniessen.

…Jaja, und was tu ich nun? Ich stürze mich ins grösste Grossstadtgetümmel Kanadas und werde es wohl eher mit den 40 Minuten Schulweg (und alles nur innerhalb der Stadt!) und den 40’000 Bars und Restaurants der Stadt (die Zahl spuckt mir Google so aus ;)) zu kämpfen haben anstatt mit Grizzlys und Schneebergen. Und das Ende meiner Tage werde ich wohl auch noch nicht zu fristen haben… ;-)

Der Traum von Kanada hat sich ein wenig verändert. Oder, zumindest erweitert. Die Schneebergen und einsamen Häuschen warten einfach noch ein wenig, stattdessen lässt es sich vom einmaligen Grossstadt-Feeling träumen, von einmaligen Studentengemeinschaften und einem unvergesslichen Festival-Sommer im amerikanischen Stil.

Die nächsten 4 Wochen, die ich hier verbringen darf, werden soo viele Erlebnisse mit sich bringen, dass ich mir gar nicht vorstellen kann, sie in Erinnerung behalten zu können… Vielleicht überrascht mich aber ja mein Gedächtnis und ich kann einen meiner spannendsten Lebensabschnitte noch lange in mir mittragen. Und sonst tun es vielleicht ein gewisses Blog und tausende von Fotos, die es ab jetzt zu schiessen gilt. Den Anfang gibt es gleich jetzt. So sieht also der Anfang eines Abenteuers aus.

What..the…Life….?? Manchmal spielt das Leben verrückt ;-)

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